Ein Top-Case ist oft die erste Wahl für alle, die einen leicht zugänglichen „Kofferraum“ für den täglichen Bedarf oder die kleine Tour suchen. Es gibt sie vielen verschiedenen Größen und Ausführungen. Befestigungssyteme für fast alle Motorräder sind auf dem Markt erhältlich.
Ein Top-Case hat den Vorteil, dass es sehr gut zugänglich ist. Aerodynamisch stört es im Gegensatz zu seitlich angebrachten Koffern kaum und die Schräglagenfreiheit wird nicht eingeschränkt. Während der Fahrt bietet es Platz für die Tasche für´s Büro und ein paar Alltags-Klamotten zum Wechseln. Auch ein kleiner Einkauf lässt sich in einem Top-Case leicht verstauen. Am Zielort bieten die meisten Top-Cases genügend Platz für Helm und Handschuhe, und eventuell sogar noch die Motorradjacke. Somit ist ein Top-Case ein universeller Problemlöser für alle, die ihr Motorrad gerne im Alltag nutzen wollen. Aber auch das Gepäck für eine ausgedehnte Wochenendtour mit zwei Personen lässt sich gut in einem Top-Case unterbringen.
Jedoch ist der Aufstieg auf das Motorrad mit einem montierten Top-Case spürbar erschwert und erfordert das Anwinkeln des Unterschenkels. Hat man sich erst einmal daran gewöhnt, dann geht es schon. Der Sozius muss das Bein dann gegebenenfalls komplett über das Top-Case schwingen. Mit einem beladenem Top-Case verändert sich außerdem der Schwerpunkt des Motorrades ungünstig nach hinten und vor allem oben.
Es gibt also Vor und Nachteile, die jeder für sich, seinen Einsatzzweck und Fahrstil beurteilen muss. In meinem Bekanntenkreis gibt es Fahrer, die ihr Top-Case immer montiert haben. Und es ist schon praktisch, wenn man sieht, was da im Zweifel schnell und unkompliziert verstaut werden kann.
Ich selbst habe mich aber nie so recht mit der Nutzung eines Top-Cases anfreunden können. Für mein Alltags-Motorrad, die Dominator, habe ich mir mal ein möglichst kleines, leichtes und flexibel nutzbares Top-Case besorgt. In der Praxis nutze ich es jedoch letztlich so gut wie nie.
Givi – WL901 Weigtless
Dieses Top-Case ist vergleichsweise klein und leicht. Verschlossen wird es nur mit einem Reißverschluss, dessen Schieber mit einem kleinen Zahlenschloss gegen unbefugtes Öffnen gesichert werden können. Der Diebstahlschutz ist also eher eingeschränkt. Weiterhin bietet es die Möglichkeit das Volumen durch Öffnen eines weiteren Reißverschlusses zu erweitern. Dann passt auch ein Helm hinein.
Insgesamt ein recht kompaktes Top-Case das das Erscheinungsbild des Motorrades nicht ganz so sehr stört, wie so manche Riesenkoffer. Das geringe Gewicht stört im Fahrbetrieb nicht. Und bei Bedarf gibt es im gleichen System noch die passenden Seitenkoffer WL900 Weithless.
In den seltenen Fällen, in denen ich überhaupt mal ein Top-Case benötige, ist das WL901 Weightless dann für mich die erste Wahl!
Volumen: 29-34 l
Maße: 39 x 47 x 29 cm
Zuladung: 5 kg
UVP (2025): 209,00 €
